Wie man den Wert eines Gebrauchtwagens ermittelt


Die Wertermittlung eines Gebrauchtwagen ist für Verkäufer und Käufer gleichermaßen interessant. In den meisten Fällen nehmen private Vertragspartner die Ermittlung selbst vor, weil sich in unteren Preislagen ein Gutachten nicht lohnen würde.

Gebrauchtwagen Wertermittlung durch Gutachter

Bei sehr hochwertigen Gebrauchtwagen oder bei Unfallfahrzeugen ist der Gutachter sozusagen Pflicht. Hochwertige Gebrauchtwagen sind aus der Sicht beider handelnden Parteien sehr schwer zu beurteilen, häufig weil Vergleichswerte schwer heranzuziehen sind. So halten beispielsweise Oberklassemodelle von BMW sehr gut den Wert, fast ebenso stabil sind die Preise von gebrauchten Mercedes-Fahrzeugen. Ein Audi kann sich eines Top-Wiederverkaufswertes erfreuen, während ein Jaguar schon nach kurzer Zeit dramatisch im Wert sinkt. Hier spielen Faktoren wie der regional verfügbare Service oder auch die Wiederbeschaffung von Ersatzteilen eine Rolle, zudem tendieren einige Oberklassewagen, so der Jaguar S-Typ der Baujahre 2000 bis 2004, zu Getriebeschäden, die nur sehr teuer behoben werden können. Bei einigen Mercedes-Baureihen aus den frühen 2000er Jahren gab es ähnliche Probleme. Bei Oldtimern ist ein Gutachten eine Selbstverständlichkeit, bei Unfallfahrzeugen wird es meist von der Versicherung vorgeschrieben.

Die private Wertermittlung von Gebrauchtwagen

Die große Masse der Autofahrer verkauft oder kauft irgendwann ein gebrauchtes Fahrzeug, das weder besonders teuer noch exotisch ist und auch in keinen Unfall verwickelt war. Also wird eine private Bewertung vorgenommen, die später zu einem Verhandlungsergebnis zwischen zwei Privatleuten oder einem privaten Verkäufer und einem Autohaus führen. Beim Kauf des Gebrauchten aus dem Autohaus herrscht zwar ebenfalls Verhandlungsspielraum, die Kfz-Fachleute haben allerdings das Fahrzeug gründlich überprüft und ihrerseits einen recht genauen Preis festgelegt.

Beim Verkauf ist ein gereinigtes Auto selbstverständlich, damit es exakt bewertet werden kann. Einen ersten Anhaltspunkt liefern Preisvergleiche anhand der Daten. Hierzu gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Vergleich auf Onlineportalen anhand des Modells, der Laufzeit und des Kilometerstandes
  • Schwacke-Liste (kostenpflichtig)
  • ADAC-Rechner (für Mitglieder kostenlos)
  • private Online-Portale mit entsprechenden Rechnern (kostenlos)

Hier wird allerdings wirklich nur ein erster Anhaltspunkt geliefert, denn der Preis ist von aufwertenden Ausstattungsdetails ebenso abhängig wie von abwertendem Verschleiß. Die Ausstattungsdetails sind dem Grundpreis zuzurechnen und dann der üblichen Abschreibung zu unterwerfen (degressiv über sechs Jahre, dann ist ein Fahrzeug steuertechnisch abgeschrieben). Beulen, Rost- und Lackschäden mindern den Wert je nach Umfang um 5 bis 30 Prozent. Die Abschreibung von Fahrzeug und zusätzlicher Ausstattung führt natürlich beim Privatverkauf nicht zu einem Null-Wert, der Restwert ist Verhandlungssache. Es ist allerdings leicht vorstellbar, dass beispielsweise ein Navigationsgerät aus dem Jahr 2006 im Jahr 2012 tatsächlich nichts mehr wert ist.

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