Wie man die Wohnung beim Ausziehen renovieren sollte


Bei Beendigung eines Mietverhältnisses ist in den meisten Mietverträgen eine Regelung für notwendige Renovierungen vorgesehen. Nicht alle Klauseln werden vom Bundesgerichtshof als gültig anerkannt.
Zum Beispiel hat der Bundesgerichtshof entschieden, wenn die Wohnung nicht übermäßig abgewohnt wurde und die Renovierungsfristen noch nicht abgelaufen sind, besteht seitens des Mieters keine Verpflichtung zu einer Endrenovierung. Eine saubere Wohnung bei der Übergabe sollte ausreichen, aber es kann auch ein Kostenausgleich für die Wohnungsnutzung angerechnet werden. Im Zweifelsfall ist ein Überstreichen billiger, als einen Teil der Kaution nicht zurückzuerhalten.

Die Fristen für eine Renovierung, d.h. Malen und evtl. Tapezieren und auch gegebenenfalls Teppichbodenreinigung oder Erneuerung sehen so aus: Küche und Bad alle drei Jahre, Wohn- und Schlafzimmer, Flur oder Diele alle fünf Jahre, andere Nebenräume alle sieben Jahre. Natürlich kann von dieser Regelung im Einzelfall, zum Beispiel bei starken Rauchern, abgewichen werden. Wichtiger ist immer der tatsächliche Zustand der Wohnung.

Hat ein Mieter eine Mietwohnung in unrenoviertem Zustand übernommen, muss er beim Auszug auch nur dann renovieren, wenn die Fristen für die Renovierung seit der Anmietung verstrichen sind.
Grundsätzlich kommt es immer darauf an, wie die Formulierung im Mietvertrag aussieht. Eine fachgerechte Renovierung muss nicht bedeuten, dass eine Malerfirma die neuen Anstriche durchführen muss. Das kann natürlich in Eigenleistung erbracht werden, muss dann aber korrekt sein. Ebenso kann verlangt werden, dass Bohrlöcher verspachtelt werden müssen.

Je nach Zustand der Wohnung zum Zeitpunkt des Auszugs müssen Wände und Decken gestrichen werden, eventuell Heizkörper und die dazugehörigen Versorgungsleitungen lackiert werden und die Bodenbeläge gereinigt oder ausgetauscht werden. Auch die Türen müssten lackiert werden, nach Ablauf der Renovierungsfrist oder bei Beschädigung der Oberfläche auch schon eher.
Die Farbwahl muss dezent sein und der nächste Mieter sollte die Farbe überstreichen können. Also keine Vollfarben wie rot, blau oder ähnliches, sondern weiß, beige oder grau.

Immer wieder kommt es zwischen Mietern und Vermietern wegen dieser Dinge zu Streitigkeiten, das dazu führt, dass die hinterlegte Kaution gar nicht, oder nur teilweise zurückgezahlt wird.
In einem solchen Streitfall hilft zum Beispiel der Mieterschutzverein weiter. Gegen eine jährliche Beitragszahlung wird man Mitglied im Mieterschutzverein und kann die Rechtsanwälte in Streitfragen in Anspruch nehmen.

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